Überraschendes „Vorweihnachts-Geschenk“ sichert der Tafel für zwei Monate das Spritgeld

Nienburger Firma: „Not gibt es nicht nur in Afrika, sondern auch bei uns“

Geschenk für Nienburger Tafel
 
v.l.n.r Beate Kiehl, Frauke Schacht, Michael Teuber

Nienburg ®. Wie Monat für Monat die erheblichen Spritkosten der Nienburger Tafel gedeckt werden können, das ist eine der größten Sorgen von Tafel-Leiterin Beate Kiehl. Durch ein überraschendes „Vorweihnachts-Geschenk“ wird Kiehl dieser Sorge jetzt für wenigstens zwei Monate enthoben.

Die Nienburger Tafel versorgt rund 4000 arme Menschen mit Essen. Jogurth, Milch, Obst, Gemüse, Wurst und Fleisch – allesamt Waren, die sonst vernichtet werden würden – sammelt das Team um Beate Kiehl ein und gibt sie an Bedürftige weiter. Das ist mit hohen Kosten für Lagerung und Transport verbunden. „Wir sind auf Spenden angewiesen“, sagt Beate Kiehl. „Und die enorme Nachfrage zeigt uns, wie wichtig unsere Arbeit ist.“

Der sich inzwischen abzeichnende wirtschaftliche Aufschwung in Deutschland gehe an der Mehrzahl der armen Menschen vorbei. Besonders betroffen seien oftmals Kinder, die häufig weder ein Schulbrot bekämen, noch ein warmes Mittagessen.

Das ist auch Frauke Schacht von der Firma TAURUS target bewusst. „Not gibt es nicht nur in Afrika, sondern auch bei uns“, so die Geschäftsführerin. Daher wolle man vor Ort helfen, und zwar bewusst nicht erst zu Weihnachten, sondern vorher, wenn erfahrungsgemäß besonders viel zu organisieren sei.

Die Hilfe fällt überaus praktisch aus: Mit zehn Tankgutscheinen á 50 Euro im Gepäck stattete Schacht gemeinsam mit ihrem Personalchef Michael Teuber der Tafel-Chefin einen Besuch ab. „Das sichert uns das Spritgeld für die nächsten beiden Monate“, freut sich Beate Kiehl.

In den Genuss der Spende kommen unter anderem die Schülerinnen und Schüler der Friedrich-Fröbel-Schule: „Wir bringen den Kindern dort Frühstück, dessen Bestandteile wir zum Teil aus dem weiten Umfeld zusammenholen müssen. Durch dieses Vorweihnachtsgeschenk fällt es uns leichter, dieses wichtige Angebot aufrecht zu erhalten.“

Quelle: Blickpunkt vom 06.12.2006